Trotz Los-Gewinn

Sohn behält Geld für sich

Seit Jahren schon wünscht sich Thorben eine Spielekonsole, aber Vater Günther (49) und seine Frau Vanessa (43) halten nichts von solchen Killer-Geräten. Zu seinem 17. Geburtstag bekommt der Teenager drei Rubbellose. Doch dann geschieht das Unglaubliche: Thorben gewinnt 200 Euro - und sieht es nicht ein, dass jetzt Vater Günther seinen Anteil davon einfordert.

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Günther Sochatzki (48) aus Enkenbach-Alsenborn: “Liebe Eltern-im-Netz-Redaktion,

vor einer knappen Woche hatte mein Sohn Thorben Geburtstag, er wurde 17 Jahre alt – ein schwieriges Alter, wie Sie sicher wissen, vor allem wegen der Pubertät. Da meine Frau Vanessa und ich ihm letztes Jahr einen Gutschein geschenkt hatten, der es ihm erlaubte, mit uns in den jährlichen Sommerurlaub nach Scharbeutz an die Ostsee zu fahren, wollten wir diesmal ein Geschenk finden, von dem er schon beim Auspacken etwas hatte.

Wir schenkten ihm also drei Rubbellose aus dem Kiosk nebenan, die wir in zwei mit Geschenkpapier umwickelten Kartons legten, um den Überraschungseffekt zu steigern. Zuerst dachte er, es sei diese neue Spielekonsole, die er sich gewünscht hatte, aber seitdem Sie uns mit Ihrer Website die Augen geöffnet und gezeigt haben, was man alles mit diesen Daddel-Dingern anstellen kann, kommt uns so etwas nicht mehr ins Haus, niemals. Thorben konnte es kaum erwarten, riss das Papier hastig auf und, während er in den Schnipseln wühlte, die wir zur Tarnung in den Karton gelegt haben, erzählte uns, dass es das beste Geschenk sei, das er je bekommen habe.

Als er die Rubbellose fand, freute er sich riesig. Er zeigte es zwar nicht und machte traurige Augen, aber ich kenne doch meinen Thorben, er ist nie jemand gewesen, der oft seine Gefühle zeigt. Vanessa und ich strahlten ihn an, gaben ihm eine 5-Cent-Münze und bedeuteten ihm, er solle die Felder freirubbeln, vielleicht habe er ja etwas gewonnen. Das erste Feld war eine Niete, auch beim zweiten stand nur der Schriftzug “Das war wohl nichts!” unter dem freigerubbelten Feld. Das dritte wollte Thorben gar nicht erst anfangen, sondern fragte nur, ob er auf sein Zimmer gehen könne, aber da ich wusste, dass er nur zu höflich war, um auch das letzte Los freizurubbeln, sagte ich ihm, er könne erst gehen, wenn er alle Felder freigerubbelt habe.

Langsam schabte er mit der Münze das Feld auf, graue Späne sammelte sich am Ende des Felds. Und auf einmal sprang er auf: “200 Euro”, rief er, “ich habe 200 Euro gewonnen!” Er war völlig aus dem Häuschen, reckte die Arme in die Luft und drückte uns, während er sein Glück immer noch nicht fassen konnte.

Er wollte es am liebsten gleich ausgeben, für diese Spielekonsole, die er sich so sehr gewünscht hatte. Zusammen mit dem Geld aus seinem Sparschwein hätte er sich das Killer-Gerät auch leisten können, aber wir verboten es ihm. Ich habe weiß Gott keine Vorurteile gegen Computerspiele, aber wenn es die Möglichkeit gibt, Säuglingen virtuell den Kopf abzuschlagen und alte Rentner mit Bohrmaschinen die Augen auszustechen, geht das definitiv zu weit!

Stattdessen sagte ich, er müsse mir von den 200 Euro mindestens 180 abgeben, weil ich das Los schließlich gekauft und somit rechtlich gesehen auch der Eigentümer bin. Thorben stellte sofort auf stur und sagte, das könne ich doch nicht machen, das sei unfair. Natürlich kann ich das machen, es ist mein Los und somit auch mein Gewinn! Außerdem gäbe es ihn und den Gewinn ja gar nicht, wenn ich nicht dagewesen wäre, weil ich immer noch sein Vater bin – schon alleine deswegen habe ich Anspruch auf einen Teil davon. Er kann froh sein, dass er überhaupt etwas kriegt. Von den 20 Euro kann er sich ja immer noch ein Brettspiel kaufen.

Seitdem versuche ich ihm ständig zu erklären, dass ich das Geld im Moment viel dringender brauche als er, und seine Horror-Filme oder was er sich da wünscht laufen ja nicht weg, die kann er sich in ein paar Jahren immer noch kaufen. Aber es ist kein Wort aus ihm rauszuholen, er verweigert jeglichen Kontakt mit mir. Gestern Abend habe ich ihm, als er am Küchentisch saß und wieder mal kein Wort sagte, eine gescheuert, aber auch das half nichts. Was soll ich nur tun?”

Geld hat schon viele Freundschaften zerstört. Doch wenn es der Haussegen ist, die durch dieses Thema gefährdet wird, hilft nur strenges Handeln – notfalls mit Bestrafungen. Nur so lernt das Kind, wie man sich in Geldfragen richtig verhält.

Frank Torthoff: Hallo Herr Sochatzki,

zuerst einmal möchte ich Sie beruhigen: Sie haben völlig recht. Sie haben die Rubbellose gekauft, also dürfen Sie auch darüber bestimmen, was mit dem Gewinn geschieht. Und wenn Sie sagen, dass Sie das Geld selber behalten wollen, dann hat sich Thorben danach zu richten.

Seien Sie aber nicht zu hart mit ihm. Er ist erst 17, noch ein Kind, das dazu noch mitten in der Pubertät steckt. Geben Sie ihm ein paar Tage Zeit, um darüber nachzudenken – vielleicht fällt ihm ja selbst auf, wie unverschämt er sich benimmt. Sollte er das Los nicht zurückgeben, müssen Sie sicherstellen, dass er es auf gar keinen Fall für eine dieser Killer-Konsole ausgibt. Geben Sie Ihrem Egoisten-Sohn nichts mehr zu Essen und berechnen Sie ihm eine Gebühr für Strom und Wasser, dann wird er sich zweimal überlegen, was er mit seinem geklauten Geld anfängt.

Über

Journalist, Pädagoge, Medienexperte - wenn es ums Thema Killerspiele geht, hat Frank Torthoff viele Berufungen. Seit 2009 versucht der mediale Tausendsassa als Chefredakteur Eltern zu zeigen, wie gefährlich Killer-Games wirklich sind. Wie gut investigativen Recherchen im Mörder-Milieu ankommen, zeigt sich nicht zuletzt an den vielen Leserbriefen und Dankesschreiben, die Eltern im Netz täglich erreichen. In seiner Freizeit blitzt er gerne rücksichtslose Rambo-Raser und kontrolliert die Ausweise der Jugendlichen in seinem Lieblingspark. Zurzeit schreibt Frank Torthoff an seiner Autobiografie "MEIN KAMPF (gegen die Killerspiele)", die demnächst erscheint. alle Beiträge von Frank Torthoff ...

Ihre Meinung zu "Sohn behält Geld für sich"

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Von Ich scheiss auf Grammatik um 24. February 2015

Ich hoffe ihr wisst alle, dass das PURE Satire ist

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Von Micheal krussae um 21. February 2015

Ich werde auf dieser Seite Anorak laufen mit Gewehren aus Callgirl of Duty und Pistolen aus Black Ops die man sich ja einfach aus der ,, Konsole unten in dem Fach raus nehmen kann''

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Von Michael Krause um 21. February 2015

Ich Kenne sowas nur zu gut von meinem eigenen Sohn. Ich  dachte auch erst es sei das beste ihm dies zu verbieten doch Dan merkte ich dass er die selben killerspiele auch bei Freunden, in den Pausen an Schuhl Rechnern oder an öffentlichen Internet Cafés spielen konnte und ich ihm also Hausarrest geben müsste wenn ich dies verhindern wolle so habe ich ihm Dan schließlich doch eine Konsole gekauft. Habe aber mit ihm abgemacht das er keine gewaltverhärlichenden Spiele spielen solle. Auserdem gibt es kein spiel indem Es das Ziel ist Seuglimgen den Kopf abzuschlagen.

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Von Unbekannt um 18. February 2015

Rentnern mit Bohrmaschinen die Augen ausstechen? Woher haben sie den Scheiß? Sowas wurde/wird in Deutschland nie erlaubt und außerdem existiert sowas garnicht. Bevor sie sowas behaupten setzten sie sich bitte mit dem Medium auseinander das sie da gerade verteufeln.

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Von Klönen um 10. February 2015

Ahhhh ich glaube diese Seite sollte man hacken

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Von GAMER4EVER um 10. February 2015

IHR GRENZT EUER KIND EIN ICH WÜRDE EUCH ABSTECHEN

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Von LoL ;D um 27. January 2015

Wie egoistisch

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Von Thorben Bruhns um 26. January 2015

Ich bin ein hurensohn :)

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Von Benny Wiefels um 24. January 2015

Diese Geschichte kann niemals wahr sein. Erstens an den Vater: Sie haben ihm ein Geschenk gemacht, das gehört ihm selbst dann wenn sie dachten es ist nichts wert und das auch noch als konsole zu tarnen damit er sich freut ist einfach nur dreist. Darüber dass man durch ,,Killer-Spiele" kein…

Diese Geschichte kann niemals wahr sein. Erstens an den Vater: Sie haben ihm ein Geschenk gemacht, das gehört ihm selbst dann wenn sie dachten es ist nichts wert und das auch noch als konsole zu tarnen damit er sich freut ist einfach nur dreist. Darüber dass man durch ,,Killer-Spiele" kein…

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Von Grivies um 17. January 2015

Fuck the Police, ich bin schwul!